Allgemeine Geschäftsbedingungen
für Webdesign- und Webentwicklungsleistungen
Amine Kızılboğa — Studio A
Auf Grundlage der AGB des Fachverbands UBIT der WKO (Ausgabe 2024)
1. Vertragsumfang und Gültigkeit
1.1. Alle Aufträge und Vereinbarungen sind nur dann rechtsverbindlich, wenn sie von der Auftragnehmerin schriftlich bestätigt werden und verpflichten nur in dem in der Auftragsbestätigung angegebenen Umfang. Einkaufsbedingungen des Auftraggebers werden für das gegenständliche Rechtsgeschäft und die gesamte Geschäftsbeziehung hiermit ausgeschlossen. Angebote sind grundsätzlich freibleibend.
2. Leistung und Prüfung
2.1. Gegenstand eines Auftrages kann sein:
- Erstellung von Webdesign-Konzepten und Layouts
- Entwicklung und Programmierung von Webseiten
- Responsive Design und Anpassung für verschiedene Endgeräte
- Suchmaschinenoptimierung (SEO)
- Content-Management-System (CMS) Einrichtung und Konfiguration
- Wartung und Pflege bestehender Webseiten
- Beratung zu Webauftritt, Hosting und Domains
- Sonstige Dienstleistungen im Bereich Webdesign und -entwicklung
2.2. Die Ausarbeitung individueller Webdesign-Konzepte und Webseiten erfolgt nach Art und Umfang der vom Auftraggeber vollständig zur Verfügung gestellten Informationen, Unterlagen und Materialien (Texte, Bilder, Logos etc.). Der Auftraggeber stellt diese zeitgerecht und auf eigene Kosten zur Verfügung.
2.3. Grundlage für die Erstellung einer Webseite ist die schriftliche Leistungsbeschreibung bzw. das Angebot, das die Auftragnehmerin auf Basis der zur Verfügung gestellten Informationen erstellt. Diese Leistungsbeschreibung ist vom Auftraggeber auf Richtigkeit und Vollständigkeit zu prüfen und zu bestätigen. Später auftretende Änderungswünsche können zu gesonderten Termin- und Preisvereinbarungen führen.
2.4. Individuell erstellte Webseiten bedürfen einer Abnahme spätestens vier Wochen ab Fertigstellung durch den Auftraggeber. Lässt der Auftraggeber diesen Zeitraum ohne Abnahme verstreichen, so gilt die gelieferte Leistung als abgenommen. Bei Einsatz der Webseite im Echtbetrieb (Veröffentlichung) gilt die Leistung jedenfalls als abgenommen.
Etwa auftretende Mängel, das sind Abweichungen von der schriftlich vereinbarten Leistungsbeschreibung, sind vom Auftraggeber ausreichend dokumentiert der Auftragnehmerin zu melden, die um raschestmögliche Mängelbehebung bemüht ist. Der Auftraggeber ist nicht berechtigt, die Abnahme wegen unwesentlicher Mängel abzulehnen.
2.5. Der Auftraggeber hat von ihm bereitgestellte Inhalte (Texte, Bilder, Grafiken etc.) auf ihre rechtliche, insbesondere wettbewerbs-, marken-, urheber- und verwaltungsrechtliche Zulässigkeit zu überprüfen. Die Auftragnehmerin haftet im Falle leichter Fahrlässigkeit nicht für die rechtliche Zulässigkeit von Inhalten, die vom Auftraggeber vorgegeben wurden.
2.6. Ausdrücklich wird darauf hingewiesen, dass eine barrierefreie Ausgestaltung der Webseite iSd Barrierefreiheitsgesetz (BaFG) nicht im Angebot enthalten ist, sofern diese nicht gesondert vom Auftraggeber angefordert wurde.
3. Preise, Steuern und Gebühren
3.1. Alle Preise verstehen sich in Euro. Als Kleinunternehmerin gemäß § 6 Abs. 1 Z 27 UStG wird keine Umsatzsteuer ausgewiesen. Die Preise gelten nur für den vorliegenden Auftrag und verstehen sich ab Geschäftssitz der Auftragnehmerin.
3.2. Bei Dienstleistungen (Beratung, Konzeption, Programmierung, Einschulung etc.) wird der Arbeitsaufwand zu den am Tag der Leistungserbringung gültigen Sätzen verrechnet, sofern kein Fixpreis vereinbart wurde. Abweichungen vom geschätzten Zeitaufwand, die nicht von der Auftragnehmerin zu vertreten sind, werden nach tatsächlichem Anfall berechnet.
3.3. Kosten für Drittleistungen (z. B. Hosting, Domains, Stockfotos, Schriftlizenzen) werden gesondert in Rechnung gestellt und sind vom Auftraggeber zu tragen.
4. Liefertermin
4.1. Die Auftragnehmerin ist bestrebt, die vereinbarten Termine möglichst genau einzuhalten.
4.2. Die angestrebten Termine können nur eingehalten werden, wenn der Auftraggeber alle notwendigen Unterlagen, Materialien und Freigaben zeitgerecht zur Verfügung stellt und seiner Mitwirkungspflicht nachkommt. Lieferverzögerungen, die durch unrichtige, unvollständige oder nachträglich geänderte Angaben entstehen, sind von der Auftragnehmerin nicht zu vertreten.
4.3. Bei Aufträgen, die mehrere Leistungen umfassen, ist die Auftragnehmerin berechtigt, Teillieferungen durchzuführen und Teilrechnungen zu legen.
5. Zahlung
5.1. Die gelegten Rechnungen sind spätestens 14 Tage ab Rechnungserhalt ohne Abzug zahlbar.
5.2. Bei größeren Projekten ist die Auftragnehmerin berechtigt, eine Anzahlung von bis zu 50 % der Auftragssumme vor Projektbeginn zu verlangen.
5.3. Die Einhaltung der vereinbarten Zahlungstermine bildet eine wesentliche Bedingung für die Leistungserbringung. Bei Zahlungsverzug werden die gesetzlichen Verzugszinsen für Unternehmergeschäfte verrechnet.
5.4. Der Auftraggeber ist nicht berechtigt, Zahlungen wegen nicht vollständiger Gesamtlieferung, Gewährleistungsansprüchen oder Bemängelungen zurückzuhalten.
6. Urheberrecht und Nutzung
6.1. Die Auftragnehmerin erteilt dem Auftraggeber nach vollständiger Bezahlung des vereinbarten Entgelts ein nicht ausschließliches, nicht übertragbares und zeitlich unbegrenztes Recht, die erstellte Webseite und die dazugehörigen Arbeitsergebnisse zum eigenen Gebrauch zu nutzen. Sämtliche sonstigen Rechte verbleiben bei der Auftragnehmerin.
6.2. Durch die Mitwirkung des Auftraggebers bei der Herstellung werden keine Rechte über die im Vertrag festgelegte Nutzung erworben. Jede Verletzung der Urheberrechte der Auftragnehmerin zieht Schadenersatzansprüche nach sich.
6.3. Wird dem Auftraggeber Software oder Lizenzen Dritter zur Verfügung gestellt (z. B. CMS, Plugins, Schriftlizenzen), so richtet sich die Nutzung nach den Lizenzbestimmungen des jeweiligen Herstellers.
6.4. Die Auftragnehmerin ist berechtigt, auf der erstellten Webseite einen dezenten Hinweis auf die Urheberschaft (z. B. „Design by Studio A“) anzubringen, sofern nicht anders vereinbart.
7. Rücktrittsrecht
7.1. Für den Fall der Überschreitung einer vereinbarten Lieferzeit aus alleinigem Verschulden der Auftragnehmerin ist der Auftraggeber berechtigt, vom betreffenden Auftrag zurückzutreten, wenn auch innerhalb einer angemessenen Nachfrist die vereinbarte Leistung in wesentlichen Teilen nicht erbracht wird.
7.2. Höhere Gewalt und sonstige Umstände, die außerhalb der Einflussmöglichkeit der Auftragnehmerin liegen, entbinden sie von der Lieferverpflichtung bzw. gestatten eine Neufestsetzung der vereinbarten Lieferzeit.
7.3. Stornierungen durch den Auftraggeber sind nur mit schriftlicher Zustimmung der Auftragnehmerin möglich. Bei einvernehmlicher Stornierung hat die Auftragnehmerin das Recht, neben den erbrachten Leistungen und aufgelaufenen Kosten eine Stornogebühr in der Höhe von 30 % des noch nicht abgerechneten Auftragswertes zu verrechnen.
8. Gewährleistung, Wartung, Änderungen
8.1. Die Auftragnehmerin gewährleistet, dass die erstellte Webseite die in der Leistungsbeschreibung vereinbarten Funktionen erfüllt.
8.2. Im Falle der Gewährleistung hat Verbesserung jedenfalls Vorrang vor Preisminderung oder Auflösung des Vertrages. Bei gerechtfertigter Mängelrüge werden die Mängel in angemessener Frist behoben.
8.3. Kosten für Fehlerdiagnose und -beseitigung, die vom Auftraggeber zu vertreten sind (z. B. durch eigene Änderungen an der Webseite oder Eingriffe Dritter), werden gesondert in Rechnung gestellt.
8.4. Die Auftragnehmerin übernimmt keine Gewähr für Fehler, Störungen oder Schäden, die auf unsachgemäße Bedienung, geänderte Systemkomponenten des Hosting-Providers oder Eingriffe des Auftraggebers bzw. Dritter zurückzuführen sind.
8.5. Die Gewährleistungsfrist beträgt sechs (6) Monate ab Übergabe. Wartung und laufende Betreuung der Webseite nach Ablauf der Gewährleistung sind gesondert zu vereinbaren.
9. Haftung
9.1. Die Auftragnehmerin haftet für nachweislich verschuldete Schäden nur im Falle groben Verschuldens. Im Falle von verschuldeten Personenschäden haftet sie unbeschränkt.
9.2. Die Haftung für mittelbare Schäden — wie beispielsweise entgangenen Gewinn, Kosten einer Betriebsunterbrechung, Datenverluste oder Ansprüche Dritter — wird ausdrücklich ausgeschlossen.
9.3. Schadenersatzansprüche verjähren spätestens mit Ablauf eines Jahres ab Kenntnis des Schadens und des Schädigers.
10. Datenschutz und Geheimhaltung
10.1. Die Auftragnehmerin verpflichtet sich, alle im Zusammenhang mit dem Auftrag zur Kenntnis gebrachten Geschäfts- und Betriebsgeheimnisse vertraulich zu behandeln.
10.2. Soweit im Rahmen des Auftrags personenbezogene Daten verarbeitet werden, erfolgt dies unter Einhaltung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und des österreichischen Datenschutzgesetzes (DSG). Näheres regelt die Datenschutzerklärung.
11. Schlussbestimmungen
11.1. Es gilt ausschließlich österreichisches Recht. Für eventuelle Streitigkeiten gilt die örtliche Zuständigkeit des sachlich zuständigen Gerichtes am Geschäftssitz der Auftragnehmerin (Bregenz) als vereinbart.
11.2. Sollten einzelne Bestimmungen dieses Vertrages unwirksam sein oder werden, wird der übrige Inhalt nicht berührt. Die unwirksame Bestimmung ist durch eine sinnentsprechende gültige Regelung zu ersetzen.
11.3. Änderungen und Ergänzungen dieser AGB bedürfen der Schriftform.
Stand: März 2026 — basierend auf den AGB-Muster des Fachverbands UBIT der WKO (Österreich), Ausgabe 2024.